Beispiel für 4 Ks – muss ja nicht immer nur für die Schüler sein ;)

Informationsgesellschaft
CC0 (Ines Bieler)

Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität – diese 4 Kompetenzen, die Lernende in unserer Informationsgesellschaft (nach Beat Döbeli Honegger: Mehr als 0 und 1) benötigen, sind hoffentlich allen Lehrenden bekannt und wurden auch schon oft diskutiert und beschrieben oder kritisiert (zum Beispiel von Jöran Muuß-Merholz,  Dejan Mihajlovic,  Philippe Wampfler)  und sind auch Thema der aktuellen Beitragsparade der Bildungspunks.

Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität – diese 4 Eigenschaften stellen den Kern des Lernens dar. Ausgehend von einer (im besten Fall) intrinsischen Motivation ermöglichen sie wirkliche Wissensaneignung und vor allem -anwendung. Denn erst in wirklicher Kollaboration werden kreative Ideen kritisch kommuniziert.

Sicher lassen sich alle 4 Ks analog umsetzen. Aber digital ist eben auch möglich und sollte im 21. Jahrhundert zum verpflichtenden Repertoire in Bildung gehören. Nur wenn ich alle Möglichkeiten kenne, ausprobiert und kenngelernt habe, kann ich entscheiden, wann ich welches Tool wofür einsetzen möchte – Abwägen von Vor- und Nachteilen unter den jeweiligen Bedingungen.

Dass diese 4K-Kernkompetenzen unbedingt von Lehrenden zu beherrschen sind, sollte im 21. Jahrhundert selbstverständlich sein. Wie sollten Lehrpersonen ansonsten dieses Wissen und Können vermitteln?

Ein wunderbares Beispiel, dieses Bewusstsein für digitale Kompetenzen in der Lehrerausbildung einzubinden und für angehende Lehrpersonen aktiv erfahrbar zu machen, hat Björn Nölte geschaffen: ein Padlet als Diskussionsgrundlage für Referendare – wichtige Basics, die man kennen sollte, über die man diskuiteren muss und die man sich für die eigenen Bedingungen und technischen Voraussetzungen anpassen kann.

An diesem Padlet zeigt sich, was es heißt, die 4Ks umzusetzen:

Kommunikation und Kollaboration schon als Grundlage für die Erstellung werden sich gerade in den Diskussionen mit (hoffentlich nicht nur Referendaren) fortsetzen und zu kritischem Denken und Kreativität bei der Umsetzung/Anwendung führen.

Ein inspirierendes Beispiel – für mehr Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität in Bildung!

 

 

 

  1. Für mich steht völlig außer Frage, dass die Lehrenden selbst die allerersten sein müssen, welche sich die 4k zu eigen machen. Das bedeutet natürlich auch, dass die Lehrenden ihre Rolle neu definieren und sich selbst zunächst als lernende betrachten.
    Doch genau hier liegt der Knackpunkt. Natürlich wird jeder von sich selbst behaupten, fortwährend Neues zu lernen und mit anderen zusammenzuarbeiten. Doch im Alltag sieht es dann oft ganz anders aus. Man findet ausreichend viel Beispiel für Lehrende, die abgeschlossen haben mit dem Lernen. Und viele neigen ohnehin dazu, als Einzelkämpfer zu agieren. Wer als Lehrender die 4k nicht verinnerlicht hat und lebt, der wird sie auch Schülern nicht vermitteln können. Und wenn eine solche Person das versucht, ist es nicht ehrlich, sondern hohl. Das merken Schüler sofort. Die 4k sind etwas, das man als Lehrender den Schülern Vorleben muss. Das bedeutet für mich auch, dass man sich an den Lernprozessen der Schüler beteiligt.

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