Des Kaisers neue Kleider, oder: Warum „Open Education Resources“ (OER) das Bildungssystem nicht retten wird.

Die Vision von Schule ist, dass es keine Schule mehr braucht. Danke an Christoph Schmitt für den Artikel.

Bildungsdesign

Bildschirmfoto 2018-05-12 um 11.33.35Bildschirmfoto 2018-03-04 um 15.00.19Im Bildungssystem hallen derzeit die Rufe nach der Möglichkeit und Notwendigkeit von “OER“  wider. Das Thema besetzt die Foren und wird auf Barcamps zelebriert. Dabei ist das Bildungssystem selbst gar nicht „Open“, sondern ein geschlossenes System geschlossener Systeme mit streng bewachten Zu- und Ausgängen. „Open“ hingegen ist als Merkmal in der digitalen Netzwerk-Kultur zuhause und widerspricht dem Wesen des Bildungssystems fundamental. Letzteres schließt „Open“ systemisch aus. Es verneint und verhindert systemische Offenheit. Deshalb verlagern sich die Diskussionen und Hoffnungen im Moment auf die Materialien, auf die so genannten Lehrmittel und ihre Verfügbarkeit, auf OER. Das System beginnt in seinem Inneren „Offenheit“ zu simulieren, indem es die Grenzen des Reservats virtuell erweitert. Eigentlich ein kluger Schachzug.

Open Access“ funktioniert aber nicht in geschlossenen Systemen. Die Kernanliegen dahinter sind basisdemokratischer Art und bauen auf Selbstorganisation. Es geht darum, dass Menschen alleine und in Gruppen freien Zugang zu Möglichkeiten des Gestaltens…

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